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Schutz beim Putz


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Jährlich über 60.000 Unfälle im Haushalt

MMDB140907_65276.JPG In Österreich ereignen sich jährlich rund 60.000 Unfälle bei Arbeiten im eigenen Haushalt. Die Tätigkeiten mit den meisten Unfällen sind: Reinigen, Putzen, Kochen und sonstige Küchenarbeit.
Aber auch Kinder bleiben von Verletzungen und Unfällen im Haushalt nicht verschont. Vor allem der Umgang mit scharfen Messern, elektrischen Schneidegeräten, Glas, aber auch mit Werkzeugen aus Papa's Werkzeugkiste, sind weit verbreitete Unfallursachen.

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Vor allem Frauen betroffen

Hausarbeit ist noch immer Frauensache. Nur rund ein Siebentel der Unfälle im Haushalt wird von Männern verursacht. Allerdings verbringen Frauen auch im Schnitt viereinhalb Stunden täglich mit Haushaltsarbeiten, Männer gerade eine halbe Stunde. Ein groß angelegter Wohnungsputz ist nicht nur ein arbeitsintensives, sondern möglicherweise auch gefährliches Vorhaben, vor allem dann, wenn der eigenen Gesundheit und Sicherheit nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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Stürze - eine häufige Unfallursache

Auch wenn man nicht hoch hinaus will, kann man tief fallen. Ein Großteil der Putzunfälle wird durch Stürze hervorgerufen. Fast die Hälfte davon passiert eher unspektakulär "auf gleicher Ebene" - also durch Ausrutschen oder Stolpern. Aber auch sie haben böse Folgen.
Rund ein Drittel sind regelrechte Abstürze von einer Leiter, einer Stiege oder (oft sehr riskanten) Steighilfen.

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Die Folgen der Haushaltsunfälle

Mehr als die Hälfte der Verletzten muss in einer Arztpraxis oder in einem Spital versorgt werden, bei mehr als jedem dritten Unfall dauert die Behandlung mindestens zwei Wochen.
Dabei denken wir nicht nur an die damit verbundenen Kosten für das System, sondern vor allem an das individuelle Leiden des Einzelnen, der von einem solchen Unfall betroffen ist und dem Leiden seiner Angehörigen.

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Verletzungsgefahren für Kinder

Das berühmte Verbot "Messer, Gabel, Scher´ und Licht, sind für kleine Kinder nicht!" hilft nur in den wenigsten Fällen, Unfälle zu vermeiden. Kinderneugier ist meist größer als das Verbot, und wenn die Kleinen dann ungeübt mit Schere, Messer, Brotschneidemaschine oder spitzem Werkzeug hantieren, ist die Chance, dass etwas passiert, groß.

Daran verletzen sich Kinder:

Verwendung von Messern 2.600 Kinder
Glastüren, Fensterscheiben 1.400 Kinder
Zerbrochenes Glas, Flaschen 1.300 Kinder
Brotschneidemaschinen 1.200 Kinder
Nägel und Schrauben 600 Kinder
Konservendosen, Blech 240 Kinder