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Sonne mit Vorsicht genießen


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Die Sonne

MMDB140613_65122.JPG Das lebensspendende und wärmende Zentrum unseres Lebens. Die Sonne fördert unsere Vitalität und seelische Ausgeglichenheit, unser Kreislauf und unser Immunsystem kommen in Schwung. Vermehrte Vitamin-D-Produktion stärkt die Knochen.
Mit der Sonnenstrahlung sind aber auch Gefahren für den menschlichen Organismus verbunden.

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Hautkrebserkrankungen nehmen zu

In Österreich hat sich die Anzahl der Hautkrebserkrankungen in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Dies hat seine Hauptursache darin, dass der Umgang mit der Sonne sehr oft zu sorglos erfolgt. Diese Gefahr wird nicht ausschließlich durch das Ozonloch erzeugt, aber doch durch dieses vergrößert.
Viele bösartige Tumore treten an jenen Körperstellen auf, die dem Sonnenlicht spezielle Angriffsflächen bieten. Dies sind vor allem Stirn, Nasenrücken, Augenlider, Ohren, Lippen, Kinn, Schultern, Rücken, Gesäß und Fußrücken.
Schützen Sie also insbesondere diese "Sonnenterrassen"!

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Schutz den Kindern

Heute ist rund ein Drittel der Hautkrebspatienten weniger als 45 Jahre alt. Das ist ein Zeichen dafür, dass gerade Kinder die Vor- und Fürsorge der Eltern für Ihre spätere Gesundheit benötigen. Sonnenbrände vor dem 15. Lebensjahr erhöhen ganz deutlich das Risiko, zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr an Hautkrebs zu erkranken.

Kleinkinder sollen nie der prallen Sonne ausgesetzt sein! Auch für größere empfiehlt sich ein schattiges Plätzchen.

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Die vier Hauttypen

Typ A: Sehr helle Haut, oft Sommersprossen, blonde oder rote Haare, Augen blau oder grün. Besonders gefährdet! Wird nicht richtig braun. Eigenschutzzeit beträgt nur 5 - 10 Minuten. Sonnenschutzmittel ab Lichtschutzfaktor (LSF) 12 - 15 wird empfohlen.

Typ B: Helle Haut. Bisweilen Sommersprossen, Haarfarbe blond bis braun. Ebenfalls noch empfindlicher Hauttyp. Eigenschutzzeit von 10 - 20 Minuten. LSF 8 - 10.

Typ C: Leicht bräunliche Haut. Haare dunkelblond bis braun, graue oder braune Augen. Geringere Empfindlichkeit. Eigenschutzzeit bis 30 Minuten. Hoher LSF in den ersten Sonnentagen notwendig, später kann auf LSF 4 - 6 reduziert werden.

Typ D: Bräunliche bis olivfarbene Haut. Dunkle bis schwarze Haare. Dunkle Augen. Selten Sonnenbrand. Eigenschutzzeit bis 40 Minuten. Trotzdem am Beginn der Sonnensaison höheren LSF wählen, danach Faktor 4

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Richtiger Sonnenschutz

Die Auswahl an Sonnenschutzkosmetika ist riesengroß, deshalb empfehlen wir sich fachgerecht beraten zu lassen.
Ob man sich für Sonnenmilch, -öl, -gel entscheidet, hängt hauptsächlich vom jeweiligen Hauttyp ab. Gels sind meist wasserfest und werden auch von Allergikern bestens vertragen. Wichtig ist auf jeden Fall der Lichtschutzfaktor, der angibt, um wie viel man länger in der Sonne bleiben kann, als ungeschützt. Allerdings sollte man diese Verlängerung nicht ausreizen, sondern nur das maximal dreifache der Eigenschutzzeit in der Sonne bleiben.

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Wie wirkt die Sonne eigentlich?

Die begehrte Sonnenbräune wird von den Pigmentzellen der Oberhaut gebildet. Dabei wird der Farbstoff Melanin erzeugt, der sich wie ein Schutzschirm über die angrenzenden Hautzellen legt.
Gefährlich am Sonnenlicht ist vor allem der UV-Anteil. UV-A-Strahlen dringen relativ tief in die Haut ein, sie sind für die Hautalterung und die Faltenbildung verantwortlich. Die UV-B-Strahlen wiederum rufen im Falle einer Überdosis einen Sonnenbrand hervor. Der richtige Sonnenschutz darf deshalb nicht vernachlässigt werden.

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Sind Solarien gesünder?

Diese sind nicht gesünder als natürliche Sonne. Es ist auch hier Vorsicht geboten. Der UV-B-Strahlen-Anteil ist bei den meisten Geräten zwar reduziert oder die Automaten geben nur noch UV-A-Strahlung ab, die ohne Rötung die Haut bräunt. Aber zum einen können dabei Fotoallergien auftreten (Überempfindlichkeiten gegenüber UV-Licht) und zum anderen gibt es kein UV-Licht, das Bräune bewirkt und Hautveränderungen bis hin zu Krebs gänzlich ausschließt.

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Tipps zum Bräunen

- Haut langsam an die Sonne gewöhnen
- Sonne in den Mittagsstunden meiden
- Augenschutz!!!
- Exponierte Körperteile besonders schützen
- Helle, leichte Kleidung und Sonnenhüte tragen
- Sonnenschutz 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen
- Nachkremen nicht vergessen!
- Keine Parfums und Deos. Diese bilden Pigmentflecken.
- Achtung bei Medikamenteneinnahme. Diese führen manchmal zu höherer Lichtsensibilität nach dem Sonnenbad .