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Behandlungsbeitrag


Für die Inanspruchnahme von ärztlicher Hilfe und der ärztlichen Hilfe gleichgestellten Leistungen ist von den Anspruchsberechtigten der VAEB ein Behandlungsbeitrag zu entrichten. Dieser richtet sich nach der Art der Leistung und beträgt bei ärztlicher Hilfe, physikalischen Therapien sowie Gesprächstherapien 7%, bei Zahnbehandlung 20% und bei Zahnersatz 30% des an den Vertragspartner ausbezahlten Honorars.

Zahlung

Der Behandlungsbeitrag wird von der VAEB im Nachhinein vorgeschrieben und ist per Erlagschein zu entrichten. Sie haben allerdings auch die Möglichkeit einen Einziehungsauftrag zu erteilen. Sie sparen sich damit Zeit und Mühe und helfen der VAEB Verwaltungskosten zu sparen. Bei Inanspruchnahme von Wahlärzten wird der Behandlungsbeitrag direkt vom Erstattungsbetrag abgezogen.

Befreiung

Für die Befreiung von der Entrichtung des Behandlungsbeitrages, der Rezeptgebühr und anderer Kostenbeteiligungen gibt es zwei Möglichkeiten:

Auf Antrag bei der VAEB

Auf Antrag bei der VAEB können, nach Entscheidung durch den Leistungs- und Unterstützungsausschuss, folgenden Personengruppen befreit werden:

  • Personen deren monatliche Einkünfte
    €    882,78 für Alleinstehende,
    € 1.323,58 für Ehepaare
    nicht übersteigen.


Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um € 136,21.

  • Personen die infolge von Leiden oder Gebrechen überdurchschnittliche Ausgaben nachweisen, sofern die monatlichen Einkünfte
    € 1.015,20 bei Alleinstehenden,
    € 1.522,12 bei Ehepaaren,
    nicht übersteigen; für jedes Kind sind € 136,21 hinzuzurechnen.
    Leben im Familienverband des/der Versicherten Personen mit eigenem Einkommen, so ist dieses zu berücksichtigen. Für PensionistInnen mit einem Ausgedinge gelten abweichende Grenzbeträge.


Ohne Antrag

  • BezieherInnen von Geldleistungen, bei denen anlässlich der Zuerkennung der Leistung die besondere soziale Schutzbedürftigkeit festgestellt wurde.

    Beispiele: Pension mit Ausgleichszulage
    (Für BezieherInnen einer Ausgleichszulage in Verbindung mit einem Ausgedinge gelten Sonderbestimmungen)
    Ruhe- und Versorgungsgenuss mit Ergänzungszulage


Für VertragspartnerInnen die an das e-card-System angeschlossen sind, sind Befreiungen von der Rezeptgebühr und/oder von Kostenanteilen bei der Anspruchsprüfung über das System ersichtlich.

Für PatientInnen mit anzeigepflichtigen, übertragbaren Krankheiten (z.B. Geschlechtskrankheiten, Tuberkulose) wird die Befreiung von der Rezeptgebühr auf dem Rezept vermerkt oder auf andere Weise ersichtlich gemacht.


Weiters hat der Vorstand der VAEB beschlossen, Kinder von der Entrichtung von Behandlungsbeiträgen nach ärztlicher oder zahnärztlicher Behandlung zu befreien.

Befreit sind:

  • eheliche Kinder
  • legitimierte Kinder
  • Adoptivkinder
  • uneheliche Kinder einer weiblichen Versicherten
  • uneheliche Kinder eines männlichen Versicherten, wenn die Vaterschaft durch Urteil oder Anerkenntnis festgestellt ist,
  • Stiefkinder und Enkel, wenn sie mit dem/der Versicherten ständig in Hausgemeinschaft leben,
  • Pflegekinder, wenn sie vom/von der Versicherten unentgeltlich verpflegt werden oder das Pflegeverhältnis auf einer behördlichen Bewilligung beruht.

Die Befreiung gilt auch für Kinder über dem 18.Lebensjahr, sofern die Voraussetzungen für die Angehörigeneigenschaft erfüllt sind. Die VAEB ist der Ansicht, dass durch diese Befreiung eine sozialpolitische Änderung zugunsten der Versicherten erfolgt ist