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Befreiung von der Rezeptgebühr


Die genannten Befreiungsmöglichkeiten sind in verbindlichen Richtlinien des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger festgelegt.
Die Befreiung wird bewilligt:

OHNE ANTRAG

  • für Bezieher von Geldleistungen, bei denen schon anlässlich der Zuerkennung dieser Leistung die besondere soziale Schutzbedürftigkeit festgestellt wurde.

Beispiele:

  • Pension mit Ausgleichszulage,
  • Ruhe- oder Versorgungsgenuss mit Ergänzungszulage.

Die Befreiung von der Rezeptgebühr wird vom Arzt auf dem Rezept vermerkt oder auf andere Weise ersichtlich gemacht.

  • für Patienten mit anzeigepflichtigen, übertragbaren Krankheiten (z.B. Geschlechtskrankheiten, Tuberkulose).


AUF ANTRAG BEI DER VAEB
Für Personen, deren monatliche Einkünfte € 882,78 für Alleinstehende, für Personen, deren monatliche Einkünfte € 1.323,58 für Ehepaare nicht übersteigen.
Für Personen, die infolge von Leiden oder Gebrechen überdurchschnittliche Ausgaben nachweisen, sofern die monatlichen Einkünfte € 1.015,20 für alleinstehende, € 1.522,12 bei Ehepaaren nicht übersteigen.
Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um € 136,21.
Leben im Familienverband des Versicherten Personen mit eigenem Einkommen, so ist dies zu berücksichtigen.
Über die Befreiung von der Rezeptgebühr bzw. von Behandlungsbeiträgen entscheidet, sofern ein Antrag notwendig ist, der Leistungs- und Unterstützungsausschuss der VAEB.
Weiters hat der Vorstand der VAEB beschlossen, Kinder von der Entrichtung von Behandlungsbeiträgen nach ärztlicher oder Zahnbehandlung zu befreien.


Befreit sind:

  • eheliche Kinder, legitimierte Kinder und Adoptivkinder,
  • uneheliche Kinder einer weiblichen Versicherten,
  • uneheliche Kinder eines männlichen Versicherten, wenn die Vaterschaft durch Urteil oder Anerkenntnis festgestellt ist,
  • Stiefkinder und Enkel, wenn sie mit dem Versicherten ständig in Hausgemeinschaft leben,
  • Pflegekinder, wenn sie vom Versicherten unentgeltlich verpflegt werden oder das Pflegeverhältnis auf einer behördlichen Bewilligung beruht.


Die Befreiung gilt auch für Kinder über dem 18. Lebensjahr sofern die Voraussetzungen für die Angehörigeneigenschaft erfüllt sind.
Die VAEB ist der Ansicht, dass durch diese Befreiung eine sozialpolitische Änderung zugunsten der Versicherten erfolgt ist.