DRUCKEN

Krankengeld


Das Krankengeld hat die Funktion im Fall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit den Verdienstausfall zumindest teilweise zu ersetzen. Anspruchsberechtigt sind nur aktive Versicherte der Abteilung A in der Krankenversicherung und Beamte der ÖBB. Ausgeschlossen vom Anspruch auf Krankengeld sind Ruhe- und Versorgungsgenussempfänger der ÖBB, Pensionisten nach dem ASVG, mitversicherte Angehörige und Selbstversicherte in der Krankenversicherung (es sei denn, es handelt sich um eine Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung). Das Krankengeld wird gewährt, wenn der/die Versicherte infolge von Krankheit arbeitsunfähig ist und dies von einem Arzt / einer Ärztin bescheinigt wurde (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung). Das Krankengeld wird im Nachhinein von der VAEB bzw. für Bedienstete der ÖBB im Auftrag der VAEB von den ÖBB selbst ausbezahlt. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist umgehend (längstens binnen einer Woche) der auszahlenden Stelle vorzulegen, unabhängig davon, ob das Krankengeld wegen Entgeltfortzahlung ruht. Der/Die Versicherte hat sich die Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit von dem/der behandelnden Arzt/Ärztin in von diesem/r vorgegebenen Zeitabständen bestätigen zu lassen. Unabhängig davon ist einer Vorladung zum/zur Vertrauensarzt/-ärztin Folge zu leisten. Bei der Auszahlung des Krankengeldes ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung immer vorzulegen. Krankengeld gebührt bei häuslicher Pflege, ambulanter Behandlung oder bei Spitalspflege.

up

Erforderliche Unterlagen

Im Hinblick darauf, dass das Krankengeld nur auf Antrag überwiesen wird, sind folgende Unterlagen beizubringen:

  • Die von Ihrem/Ihrer behandelnden Arzt/Ärztin ausgestellte
    Arbeits-/Dienstunfähigkeitsbescheinigung.

.

up

Dauer des Krankengeldanspruches

  Kalender Nach den gesetzlichen Bestimmungen wird das Krankengeld grundsätzlich bis zu einer Dauer von 26 Wochen gewährt.

Die Anspruchsdauer erhöht sich auf 52 Wochen, wenn der/die Versicherte innerhalb der letzten 12 Monate vor Eintritt des Versicherungsfalles 6 Monate zur Krankenversicherung gemeldet war.

Bis zur Dauer von 78 Wochen wird Krankengeld nur gezahlt, wenn aufgrund einer chef-(kontroll)ärztlichen Begutachtung das Erreichen der Arbeitsfähigkeit des/der Versicherten zu erwarten sein wird. Diese Begutachtung erfolgt spätestens in der 40. bis 44. Woche des Krankengeldbezuges.

up

Höhe des Krankengeldes

Höhe des Krankengeldes:

Bemessungsgrundlage für das Krankengeld ist der durchschnittliche beitragspflichtige Arbeitsverdienst im letzten voll entlohnten Beitragszeitraum vor Anfall des Krankengeldbezuges zuzüglich eines pauschalierten Sonderzahlungszuschlages.

Das Krankengeld beträgt:

  • 50 % dieser Bemessungsgrundlage vom 4. bis zum 42. Tag der Arbeitsunfähigkeit
  • 60 % der Bemessungsgrundlage ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

Selbstversicherte bei geringfügiger Beschäftigung (§19a ASVG) erhalten als Krankengeld einen Fixbetrag:

  •  EUR 4,98 täglich
up

Allgemeine Ruhensbestimmungen

Der Anspruch auf Krankengeld ruht u.a.

  • solange die Arbeitsunfähigkeit dem Versicherungsträger nicht gemeldet ist
  • solange aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Anspruch auf Weiterleistung von mehr als 50 Prozent der vollen Geld- und Sachbezüge besteht (beträgt der Anspruch auf Fortbezug 50 Prozent, ruht das Krankengeld zur Hälfte)
  • solange dem/der Versicherten von der Pensionsversicherung ein Übergangsgeld gewährt wird
  • solange eine   Kündigungsentschädigungoder eine   Urlaubsentschädigungbzw. Urlaubsabfindung gebührt
  • solange der Versicherte Zivil- oder Präsenzdienst leistet.
up

Versagen und Verwirken des Krankengeldanspruches

Versagungsgründe

Das Krankengeld gebührt nicht, wenn die Arbeitsunfähigkeit

  • Folge einer schuldhaften Beteiligung an einem Raufhandel oder
  • unmittelbare Folge von Trunkenheit oder des Missbrauches von Suchtgiften ist.

Verwirkungsgründe

Der Anspruch auf Krankengeld aus dem betreffenden Versicherungsfall steht nicht zu, wenn

  • der Versicherungsfall durch Selbstbeschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde
  • der Versicherungsfall durch die Verübung einer mit Vorsatz begangenen gerichtlich strafbaren Handlung eingetreten ist, wofür der/die Versicherte zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt worden ist.

Den im Inland wohnenden, bedürftigen Angehörigen gebührt die Hälfte des Krankengeldes, das dem/der Versicherten gebührt hätte, sofern ihr Unterhalt mangels anderweitiger Versorgung vorwiegend vom/von der Versicherten bestritten wurde und sie an der Ursache der Versagung oder des Verwirkens nicht schuldhaft beteiligt waren.