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Landarbeiterkammerumlage


Die Landarbeiterkammerumlage ist vom Versicherten allein zu tragen. Sie beträgt 0,75 % der allgemeinen Beitragsgrundlage und ist maximal bis zur Höchstbeitragsgrundlage in der Höhe von EUR 4.860,00 zu entrichten.

Die Landarbeiterkammerumlage ist grundsätzlich von

  • gegen Entgelt beschäftigten Dienstnehmern in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft oder diesen gleichgestellten Betrieben und
  • auf land- und forstwirtschaftlichem Gebiet tätigen Dienstnehmern (z. B. Milchmesser der Landwirtschaftskammer u. ä.)

zu leisten.

Der Umlagebetrag wird vom Dienstgeber für die bei ihm beschäftigten kammerzugehörigen Dienstnehmer vom Lohn (Gehalt) einbehalten.

Die Landarbeiterkammerumlage wird vom Krankenversicherungsträger eingehoben und an die Landarbeiterkammer abgeführt.

Keine Landarbeiterkammerumlage ist zu entrichten

  • für Lehrlinge (Ausnahme: Steiermark und Kärnten),
  • für freie Dienstnehmer (Ausnahme: Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und Oberösterreich),
  • für leitende Angestellte (Ausnahme: Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol), denen dauernd ein maßgebender Einfluss auf die Führung des Betriebes zusteht,
  • für Ehegatten, Kinder, Kindeskinder sowie Schwiegerkinder ihres Dienstgebers, wenn sie der Versicherungspflicht in der Pensionsversicherung nach den Bestimmungen des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes unterliegen (Achtung: landesgesetzliche Sonderregelungen beachten),
  • für Dienstnehmer in Sägen, Harzverarbeitungsstätten, Mühlen und Molkereien, die von land- und forstwirtschaftlichen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften betrieben werden, sofern in diesen dauernd mehr als fünf Dienstnehmer beschäftigt sind,
  • von Sonderzahlungen (Ausnahme: Kärnten, wo die Landarbeiterkammerumlage von der Beitragsgrundlage für Sonderzahlungen bis höchstens EUR 9.720,00 jährlich zu leisten ist),
  • bei einem Urlaub ohne Entgeltzahlung (Ausnahme: Steiermark und Kärnten),
  • in Burgenland und Wien für Dienstnehmer in land- und forstwirtschaftlichen Großbetrieben und in land- und forstwirtschaftlichen Genossenschaften mit mehr als zehn Dienstnehmern; dort wird an Stelle der Landarbeiterkammerumlage die Arbeiterkammerumlage eingehoben,
  • in Wien für Dienstnehmer in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, die weder in land- und forstwirtschaftlichen Großbetrieben noch in land- und forstwirtschaftlichen Genossenschaften mit mehr als zehn Dienstnehmern beschäftigt sind und keinem Landarbeiterkammergesetz unterliegen.