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Grundlagen der Unfallversicherung


Zuständigkeit

Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau ist in der Unfallversicherung zuständig für:

  • Bedienstete von Eisenbahnbetrieben
  • Bedienstete von Seilbahnbetrieben
  • Bedienstete von Schlaf- und Speisewagenbetrieben
  • Bestimmte Bedienstete von Betrieben der ÖBB-Holding
  • Bestimmte Bedienstete der Wiener Linien GmbH

Bedienstete von Bergbaubetrieben sind - wie auch schon vor dem 1. 1. 2005 - weiterhin bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) unfallversichert.

Meldepflicht

Um Leistungen aus dem Bereich der Unfallversicherung in Anspruch nehmen zu können, ist kein Antrag erfoderlich (Amtswegigkeitsprinzip).
Damit die Unfallversicherung tätig werden kann, ist ein Meldeverfahren erforderlich.

  • Der Dienstgeber ist verpflichtet, jeden (vermeintlichen) Arbeitsunfall, durch den ein Dienstnehmer getötet oder für mehr als 3 Tage arbeitsunfähig geworden ist, innerhalb von 5 Tagen der Unfallversicherung der VAEB zu melden.
  • Der Arzt ist verpflichtet, wenn er beim Versicherten eine Berufskrankheit oder den Verdacht einer Berufskrankheit feststellt, ebenfalls eine Meldung an die Unfallversicherung der VAEB zu übermitteln. 


Es ist daher wichtig, dem Dienstgeber von jedem mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängenden schädigenden Ereignis Meldung zu machen, damit dieser seiner Meldepflicht nachkommen kann.

Mit dem Einlangen einer solchen Meldung beginnt ein Erhebungsverfahren zu laufen, in dem abhängig
von der Art der Verletzung oder der Erkrankung alle erforderlichen Unterlagen wie z.B.: Krankengeschichten, Arztberichte, Berufsverläufe, etc. angefordert  werden.

Ein Arbeitsunfall bzw. eine Berufskrankheit werden nur dann als solche anerkannt, wenn wenn sie durch eine Tätigkeit, für die Unfallversicherungsschutz besteht, hervorgerufen wurden. Vor jeder Leistungsgewährung muss grundsätzlich sowohl die rechtliche als auch die medizinische Kausalität geprüft werden (Kausalitätsprinzip).

linkDefinintion von Arbeitsunfall und Berufskrankheit


Alle Fälle - ausgenommen Bagatelleunfälle - werden im Rentenausschuß oder vom Büro entschieden. Der bzw. die Versicherte wird dann durch einen Bescheid vom Ausgang des Verfahrens informiert.
Bagatelleunfälle werden nach dem Einlangen der Unterlagen und der Prüfung, ob ein Versicherungsfall vorliegt, nicht mehr weiter verfolgt.Auch wenn es sich um ein Bagatelleereignis handelt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Unterlagen zu einem späteren Zeitpunkt von Bedeutung sein können. 

Die Unfallversicherung wird ausschließlich durch Beiträge der DienstgeberInnen finanziert (Finanzierungsprinzip).
In der Pensions- und Krankenversicherung dagegen ist die Beitragslast auf Dienstgeber und Dienstnehmer verteilt.