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Anspruchsberechtigte Angehörige / Mitversicherung


Versicherte haben aufgrund ihrer Beitragsleistung einen Anspruch auf den Schutz der Krankenversicherung. Auch die Angehörigen des Versicherten (mitversicherte Angehörige ohne eigene Versicherung) sind vom Krankenversicherungsschutz erfasst und somit mitversichert. 

Seit dem 1.1.2001 wurde für die Mitversicherung von Ehegatinnen und Ehegatten (und seit 1.1.2010 auch von eingetragenen Partnerinnen und Partnern) und sonstigen haushaltsführenden Mitversicherten ein Zusatzbeitrag in Höhe von 3,4 % der jeweiligen Beitragsgrundlage des Versicherten eingeführt. 

Weiterhin kein Zusatzbeitrag ist für diese Personen zu entrichten:

- während der Zeit der Kindererziehung bzw. wenn zumindest 4 
   Jahre Kindererziehung vorliegen;
- bei Anspruch auf Pflegegeld mindestens der Stufe 3;
- wenn der Angehörige den Versicherten pflegt, der Anspruch
   auf Pflegegeld mindestens in Höhe der Stufe 3 hat. 

Auch bei sozialer Schutzbedürftigkeit besteht eine Ausnahmeregelung von der Entrichtung des Zusatzbeitrages. 

Die Mitversicherung der Angehörigen ist zunächst abhängig

  • von einem gewöhnlichen Aufenthalt des Angehörigen im Inland und
  • davon, dass der Angehörige nicht selbst gesetzlich krankenversichert ist.

 

Geschützter Personenkreis
ohne Beitragsleistung


Besondere Voraussetzungen

  • Kinder, Wahlkinder *)

 

  • Stiefkinder und Enkel*)

die mit dem Versicherten ständig in Hausgemeinschaft leben.

  • Pflegekinder*)

wenn sie von der versicherten Person unentgeltlich verpflegt werden oder das Pflegeverhältnis auf einer behördlichen Bewilligung beruht; als Pflegekinder gelten auch Kinder, die von der versicherten Person gepflegt und erzogen werden, wenn sie mit der versicherten Person bis zum dritten Grad verwandt oder verschwägert sind und ständig in Hausgemeinschaft leben.

  • eine Person aus dem Kreis der Eltern, Wahl-, Stief- und Pflegeeltern, der Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder, der Enkel) oder der Geschwister) des Versicherten
wenn diese Person seit mindestens 10 Monaten der mit der versicherten Person in Hausgemeinschaft lebt und den Haushalt seit dieser Zeit unentgeltlich führt, wenn ein im gemeinsamen Haushalt lebender arbeitsfähiger Ehepartner oder eingetragener Partner nicht vorhanden ist.
  • Eltern, Großeltern, Wahl- und Stiefeltern, Pflegeeltern

wenn sie mit der versicherten Person in Hausgemeinschaft leben und von dieser überwiegend erhalten werden, jedoch nur in der Abteilung B.

  • Lebensgefährte

wenn diese nicht mit dem Versicherten verwandte Person

· seit mindestens zehn Monaten in Hausgemeinschaft lebt und

· seit dieser Zeit unentgeltlich den Haushalt führt und

· keine im gemeinsamen Haushalt lebender arbeitsfähiger Ehegatte oder eingetragener Partner vorhanden ist.

  • pflegende Angehörige
Wenn diese einen Versicherten mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 nach § 5 des Bundespflegegeldgesetzes oder nach den Bestimmungen der Landespflegegeldgesetze unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer Arbeitskraft nicht erwerbsmäßig in häuslicher Umgebung pflegen. Als Angehörige gelten der Ehegatte, die Ehegattin, der eingetragene Partner, der Lebensgefährte und Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in gerader Linie oder bis zum vierten Grad der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind, ferner Wahl-, Stief- und Pflegekinder und Wahl-, Stief- und Pflegeeltern.

 

 

Die mit *) gekennzeichneten Angehörigen gelten als solche grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Über das 18. Lebensjahr hinaus gelten sie nur dann als Angehörige, wenn und solange sie sich in Schul(Berufs)ausbildung befinden, die ihre Arbeitskraft überwiegend beansprucht bzw. ein ordentliches Studium absolvieren, längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, wenn für sie

  • entweder Familienbeihilfe bezogen wird oder
  • zwar keine Familienbeihilfe bezogen wird, sie jedoch
    ein ordentliches Studium ernsthaft und zielstrebig
    betreiben.

Die Angehörigeneigenschaft bleibt erhalten, wenn

  1. seit Vollendung des 18. Lebensjahres oder nach der Schul- oder Berufsausbildung Erwerbslosigkeit vorliegt (für längstens 24 Monate) oder
  2. seit Vollendung des 18. Lebensjahres oder nach der Schul- oder Berufsausbildung Erwerbsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Gebrechen besteht.
  3. die/der Angehörige (Kinder und Enkel) an einem Programm der Europ. Gemeinschaften zur Förderung der Mobilität junger Menschen teilnimmt, längstens bis zu Vollendung des 27. Lebensjahres.

Als Angehörige von Selbstversicherten nach § 16 ASVG gelten nur:

  • die Ehegattin, der Ehegatte bzw. die eingetragene Partnerin, der eingetragene Partner und
  • die Kinder.