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DIAETAWARD FÜR INNOVATIVES DIABETESPRÄVENTIONS-PROJEKT DER VAEB

Dieter Feitek und sein Team wurden beim 34. Ernährungskongress der Diaetologen in Wien ausgezeichnet

Bildnachweis:Photo Bernard Noll2017

Sie sind die Frontleute im Kampf gegen schlechte Ernährungsgewohnheiten und deren Folgeerkrankungen: Diaetologen sind tagtäglich mit den Auswirkungen ungesunden Lebensstils konfrontiert – meist in Form von Diabetes-Typ 2-Erkrankungen. Die Zahl der Menschen, die an dem im Volksmund „Zuckerkrankheit“ genannten Diabetes erkranken, ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen: Rund 53 Millionen Diabetes-PatientInnen gibt es in Europa, in Österreich wird die Zahl der Diabetiker und Diabetikerinnen auf 500.000 bis 600.000 geschätzt. Geschätzt deshalb, weil die Krankheit – da sie keine akuten Symptome verursacht – oft lange unbemerkt bleibt. Für das Jahr 2030 wird die horrende Zahl von 552 Millionen Zuckerkranken weltweit prognostiziert.

Die VAEB hat sich schon vor vielen Jahren des Problems Diabetes angenommen und Initiativen und Tools entwickelt, die bei der Behandlung Zuckerkranker helfen beziehungsweise die Krankheit von vornherein vermeiden sollen. Eine dieser wegweisenden Initiativen, das Präventionsprogramm Praedias, ist nun im Rahmen des 34. Ernährungskongresses des Verbands der Diaetologen Österreichs im Wiener Marriott mit dem Diaetaward für die beste innovative Praxis ausgezeichnet worden.

Praedias ist ein Schulungsprogramm zur Prävention von Typ-2-Diabetes, das - im Anschluss an einen 3-wöchigen stationären Aufenthalt – den PatientInnen eine gesündere Lebensweise nahebringen will. Das Programm besteht aus insgesamt 12 Kurseinheiten. Die ersten 8 Einheiten zu je 90 bis 120 Minuten werden jede Woche in den ersten 2 Monaten nach dem stationären Aufenthalt abgehalten und bilden die Veränderungsphase. Die weiteren 4 Einheiten in den folgenden 10 Monaten dienen vor allem der Stabilisierung der erzielten Lebensstiländerungen.

Der Erfolg des Programms ist frappant: Sowohl der Body Mass Index (BMI) als auch der Bauchumfang und der Blutdruck konnten bei den TeilnehmerInnen von Praedias signifikant gesenkt werden. 


Bildnachweis:Photo Bernhard Noll2017






Dieter Feitek, BSc, MSc nutr.med. und sein Team – Martina Moik, BSc, MSc nutr.med., Heike Füreder, BSc, MSc und Mag. Dr. Karin Tropper – zeigten sich über die Auszeichnung sehr erfreut und motiviert, das Programm noch weiter auszubauen und voranzutreiben. VAEB-Obmann Gottfried Winkler dankte den Jurymitgliedern – Dr. Edith Bachkönig, ORF-Wissenschaftsjournalistin und Prof. Dr. Wolfgang Marktl, Präsident der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin sowie der Präsidentin des Verbands der Diaetologen Österreichs, Prof. Andrea Hofbauer – und betonte, wie wichtig die gesundheitspolitische Schwerpunktsetzung in Bezug auf Prävention ist. Gerade als Sozialversicherungsträger sei man dazu verpflichtet, die Menschen nicht erst als Kranke zu behandeln, sondern zu vermeiden, dass sie überhaupt krank werden.

Das Projekt Praedias konnte aus 15 eingereichten Projekten den Sieg davontragen. In der zweiten Kategorie des Diaetawards, Junge Forscher/Beste Nachwuchsarbeit, ging die Linzer Fachhochschulstudentin Julia Plöchl mit ihrer Arbeit zum Thema „Analyse des Ernährungszustands anhand von bioelektrischen Impedanzanalysen“ als Siegerin hervor.


Für den Text verantwortlich:

Mag. Susanne Lintl-Sturz
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