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2016-06-06 - Besser leben als Nichtraucher

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Studien belegen, welche positiven Effekte ein Rauchstopp für den Körper hat.

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören! Dieser Appell sollte nicht nur anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai Gehör finden, sondern er wird auch durch internationale Studien aus den USA und aus Deutschland untermauert. Diese Studien liefern hoch interessante Fakten über die körperlichen und seelischen Auswirkungen eines Rauchstopps.

Auf den Punkt gebracht: So sehr das Rauchen den Körper leiden lässt, so umgehend bedankt er sich für jedes Weniger an Zigaretten. Die positiven Effekte des Rauchstopps lassen sich - wie die deutschen Wissenschaftler Christoph B. Kröger und Bettina Lohmann in ihrer Publikation "Fortschritte der Psychotherapie: Tabakkonsum und Tabakabhängigkeit", Göttingen 2007 genau belegt haben - folgendermaßen nachweisen:

  • Bereits 20 Minuten nach der letzten Zigarette sinken Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur auf die gleichen Werte wie bei Nichtrauchern.
  • Nach 12 Stunden sinkt der Kohlenmonoxidspiegel im Blut auf normale Werte. Der Sauerstoffspiegel steigt - das heißt, sämtliche Organe des Körpers können mit mehr Sauerstoff versorgt werden.
  • Nach 24 Stunden sinkt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden.
  • Nach 48 Stunden bewirkt die Regeneration der Nervenenden eine Verfeinerung der Geruchs- und Geschmacksorgane.
  • Nach 3 Monaten stabilisiert sich der Kreislauf, die Blutzirkulation verbessert sich. Die Lungenkapazität steigt um bis zu 30 Prozent. Die körperliche Belastbarkeit nimmt deutlich zu.
  • Nach 1 bis  9 Monaten ebben Hustenanfälle, chronische Reizungen der Nasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit ab. Die Lunge wird allmählich gereinigt, indem Schleim abgebaut wird. Die Infektionsgefahr verringert sich.
  • Nach 1 Jahr ist das Risiko, dass der Herzmuskel mit zu wenig Sauerstoff versorgt wird, nur noch halb so groß wie das eines Rauchers.
  • Nach 5 Jahren ist das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um 50 Prozent gesunken. Das Risiko für andere Krebsarten wie Mundhöhlen-, Luftröhren-, Speiseröhren-, Harnblasen- und Nierenkrebs ist nur noch halb so groß wie das eines Rauchers und sinkt in den folgenden Jahren weiter. Das Herzinfarktrisiko sinkt in einem Zeitraum von 5 bis 15 Jahren auf das eines Nichtrauchers.
  • Nach 10 Jahren ist das Risiko, an Lunkenkrebs zu erkranken, auf ein viergleichbares Level wie jenes eines Nichtrauchers gesunken.
  • Nach 15 Jahren ist das Risiko einer Koronarinsuffizienz, also einer unzureichenden Versorgung der Herzmuskulatur mit Blut, nicht mehr höher als bei einem Nichtraucher.


Hören Sie also auf zu Rauchen - Ihr Körper wird es Ihnen danken. Der am 31. Mai jährlich stattfindende Weltnichtrauchertag soll diese wichtigen positiven Auswirkungen des Rauchstopps auf den menschlichen Körper in Erinnerung rufen und die Motivation fürs Nichtrauchen erhöhen. Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen, so können Sie sich an die Raucherberatungsstellen der VAEB wenden, die Ihnen in allen Gesundheits- und Betreuungszentren wie auch in den stationären Gesundheitseinrichtungen der VAEB zur Verfügung stehen. Nehmen Sie unser vielfältiges Angebot zur Raucherberatung und Raucherentwöhnung in Anspruch. Sie werden sich einer neuen, besseren Lebensqualität erfreuen.


Rückfragehinweis:

Mag. Susanne Lintl-Sturz
Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau
Büro Dir. Bogendorfer
Gesundheit und Innovationen/ Öffentlichkeitsarbeit

Linke Wienzeile 48-52, 1060 Wien
Tel:  050 2350-36105
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