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Zum Weltnichtrauchertag

Frau mit Heuschnupfen, iStockphoto

Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai starteten neue Kampagnen fürs Nichtrauchen. 
Anti-Raucher-Jugendinitiative wurde ins Leben gerufen

ALARMIEREND: 1,8 MILLIONEN ÖSTERREICHER RAUCHEN TÄGLICH

Österreich ist leider nicht nur im Schifahren Spitze: Jahr für Jahr bescheinigt uns die Weltgesundheitsorganisation Spitzenplätze im Raucherranking. Knapp 10 Prozent der 15-Jährigen in Österreich rauchen bereits täglich. Fasst man die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zusammen, so liegt Österreichs Jugend mit 20 Prozent überhaupt an erster Stelle in Europa. Insgesamt greifen in Österreich 1,8 Millionen Menschen, also 24 Prozent, täglich zur Zigarette. Das Risiko, dass sich ihr Körper über kurz oder lang für den Nikotinkonsum rächt, ist ziemlich groß: Laut Schätzungen des Gesundheitsministeriums sterben in Österreich jährlich etwa 14.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai haben Gesundheitsorganisationen folgerichtig neue Kampagnen gegen das Rauchen gestartet. Krebshilfe und Ärztekammer Wien gaben den Startschuss für den Countdown zum Volksbegehren „Don’t Smoke“ im Oktober und werden in den
nächsten Monaten aktiv für die Unterschrift unter das Volksbegehren werben. 
Daneben haben parteipolitisch unabhängige Medizin- und Pharmaziestudenten die
Initiative „Generation Rauchfrei“ ins Leben gerufen, die vor allem junge Leute vom Rauchen abhalten soll. Kampagnenleiterin Julia Puaschunder erläutert die Motivation: „591.146 Unterschriften für das Gesetz pro rauchfreie Gastronomie wurden schon gesammelt.
Dennoch wurde das Gesetz von der neuen Bundesregierung aufgehoben. Wir glauben an das Verantwortungsbewusstsein der österreichischen Gesellschaft und möchten deshalb dazu beitragen, dass weitere 300.000 Menschen unterschreiben, um die von der Regierung geforderten 900.000 Unterschriften für eine verbindliche Volksabstimmung zu erreichen.
Wir wollen als junge Bewegung ein Zeichen setzen, dass dieses längst überfällige Gesetz Wirklichkeit wird. Schließlich geht es um Menschenleben“.

Übrigens sterben auch – laut einer britisch-französischen Studie – jährlich 1029 Österreicherinnen und Österreicher an den Folgen von Passivrauchen.
Kinder, die Passivrauchen ausgesetzt sind, haben ein 50 bis 100 Prozent höheres Risiko, an Atemwegsinfekten zu erkranken. 32.370 Krankenhausaufenthalte in Österreich könnten jährlich dezidiert durch eine rauchfreie Gastronomie verhindert werden. Nähere Informationen unter www.generationrauchfrei.at beziehungsweise unter www.dontsmoke.at.

Noch ein wichtiger Hinweis:
Die VAEB bietet Versicherten, die dem Rauch abschwören wollen, Raucherentwöhnungsprogramme in ihrem über Jahre bewährten Präventionszentrum, dem Josefhof in Graz-Mariatrost, an. Mehr unter www.josefhof.at