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Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

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Blutdrucksenkende Medikamente mit dem Wirkstoff Valsartan könnten verunreinigt und damit potenziell krebserregend sein


Ohne viel Aufhebens in den Medien werden seit der ersten Juliwoche EU-weit Tausende Chargen von Blutdrucksenkern mit dem Wirkstoff Valsartan zurückgerufen. Dabei handelt es sich um Medikamente gegen Bluthochdruck,  die von sehr vielen Menschen eingenommen werden: Rund 600.000 Packungen an Valsartanen werden jährlich allein in Österreich verschrieben - geschätzte 71.000 Patientinnen und Patienten sind unter Umständen davon betroffen.

Grund für den Rückruf war eine mögliche produktionsbedingte Verunreinigung des Wirkstoffs Valsartan mit dem potenziell krebserregenden N-Nitrosodimethylamin durch den chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical.

Was heißt das nun konkret für die PatientInnen? – PatientInnen, die valsartanhaltige Arzneimittel einnehmen (der Begriff Valsartan kommt fast immer im Namen des Medikaments vor!), sollten das Medikament nicht abrupt absetzen, sondern unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt beziehungsweise mit dem Apotheker halten.
Ein plötzliches und eigenmächtiges Absetzen des Medikaments kann großen Schaden verursachen! Wenn Sie verunsichert sind, so nehmen Sie Ihr bisher verwendetes Medikament
mit und Ihr Arzt oder Apotheker werden Sie darüber aufklären, ob dieses unter den Rückruf fallen könnte. Alternative Präparate gibt es genug: Es stehen ausreichend blutdrucksenkende Medikamente mit ähnlichen Wirkstoffen zur Verfügung.

Sollte in der Apotheke ein vom Rückruf betroffenes Medikament eingezogen werden, so ist ein Umtausch anstandslos und unkompliziert möglich.
Das heißt, es wird keine neuerliche Rezeptgebühr verlangt. Zur Sicherheit suchen Sie aber am besten dieselbe Apotheke auf, bei der sie das ursprüngliche Rezept eingelöst haben.


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