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15. BGF Gütesiegelverleihung der VAEB

Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau zeichnete in Wien 11 Betriebe für ihre vorbildliche Gesundheitsförderung aus

Gütesiegel

In Anwesenheit zahlreicher Unternehmensvertreter, des Leiters des Fonds Gesundes Österreich, Dr. Klaus Ropin, und der Spitze der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) wurden am 14. März 2019 in Wien zum 15. Mal die BGF-Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) verliehen.
VAEB-Direktor Werner Bogendorfer dankte in seinem Eröffnungsstatement den teilnehmenden Betrieben für ihr zum Teil bereits jahrelanges Engagement im
Bereich BGF.

VAEB-Generaldirektor Univ.-Prof. Prof. HR DI Kurt Völkl skizzierte anschließend in einer fiktiven Rede an Studentinnen und Studenten unsere Zukunft in einem technologiedurchdrungenen Alltag im Jahr 2050. Seine Vision ist eine überwiegend optimistische: Von verkehrsberuhigten Städten, in denen der von fossilen Brennstoffen gesteuerte Individualverkehr durch autonom fahrende, abgas- und lärmfreie  Fahrgastzellen ersetzt wird; von begrünten und damit immer lebenswerteren Innenstädten; von gesunden Bürgern, die Krankheiten anhand implantierter Chips gezielt vorbeugen beziehungsweise im Frühstadium erkennen können; von Schülerinnen und Schüler, die selbstbestimmt den Unterricht wählen, der ihre Talenten und Vorlieben entspricht; von einer Arbeitswelt, die eine 40-Stunden-Anwesenheit aufgrund des technologischen Fortschritts nicht mehr notwendig macht; von einem Grundeinkommen für alle, das durch die gute ökonomische Entwicklung locker finanzierbar ist; und von einem afrikanischen Kontinent, der sich durch Innovation und die Kraft des Denkens seiner jungen Bürger aus dem Sumpf des Elends und der Hoffnungslosigkeit herauszuziehen vermag. Nur das Miteinander von Mensch und Maschine, so Völkl, könne Fortschritt generieren und Gutes hervorbringen. Wobei die Möglichkeiten der Technologien immer etwas besser sind, als sie für die Menschen gut sein können. Ein Verharren auf dem Status Quo sei jedenfalls unmöglich: Daher müsse auch die Betriebliche Gesundheitsförderung weiter entwickelt und neu gedacht werden: „BGF 4.0 ist die neue Perspektive. Wissen muss künftig vernetzt werden, Wissen alleine ist kein Wert mehr“.  Und nie zu vergessen sei Artikel 2 der österreichischen Verfassung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

VAEB-Obmann Gottfried Winkler pries die Betriebliche Gesundheitsförderung als unternehmensbindende Maßnahme, die es vermag, Menschen lang im Arbeitsleben zu halten“. Mit den BGF-Maßnahmen der VAEB-Mitgliedsbetriebe würden bereits mehr als 40.000 Menschen erreicht.

Der Leiter des Fonds Gesundes Österreich, Dr. Klaus Ropin, freute sich über die stark steigende Zahl der BGF-Gütesiegel in Österreich in den letzten Jahren: „Langsam ist es so, dass es für ein Unternehmen peinlich ist, wenn es das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung nicht hat“. Auch bei Jobbewerbern sei die Gesundheitsförderung in einem Unternehmen bereits ein wichtiges Kriterium für eine Zusage. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter könne nur im Sinne eines Unternehmens sein – nicht nur die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern der gesamte Betrieb profitiere davon.

Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau zeichnet bei der Gütesiegelverleihung das besondere Engagement von Unternehmen im Bereich Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsförderung aus. Gewürdigt werden konkrete, abgeschlossene BGF-Projekte und die nachhaltige Implementierung des Themas Gesundheit als Managementansatz in den Regelbetrieb eines Unternehmens. 

Herangehensweise und Umsetzung orientieren sich an bestimmten Qualitätskriterien. Das österreichische Netzwerk des BGF (das wieder Teil des europäischen Netzwerks für BGF ist) und ein externes Institut bewerten die Anträge aufgrund dieser Kriterien.

Die VAEB unterstützt die Mitgliedsunternehmen dabei durch konkrete Sachleistungen beziehungsweise durch Beratungsangebote seitens ihrer Tochterunternehmen Wellcon und IfGP (Institut für Gesundheitsförderung und Prävention). Einmal im Jahr können Unternehmen den Antrag auf ein BGF-Gütesiegel stellen, dieses wird bei Erfüllung aller Kriterien auf drei Jahre verliehen. 

11 Betriebe wurden mit dem BGF-Gütesiegel ausgezeichnet. 
Zwei davon, die Bergbahn AG Kitzbühel (270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und die Tannheimer Bergbahnen GmbH (21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) bekamen das Gütesiegel zum ersten Mal verliehen.


Bildnachweis: VAEB Gruppenbild Gütesiegel


Neun Betriebe bekamen das BGF-Gütesiegel wieder verliehen, nämlich die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH inklusive Innbus GmbH (685 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), die Omya GmbH (310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH  (31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), die RAG-Austria AG (409 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (918 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), die ÖBB Produktion GmbH (6.115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), die ÖBB Personenverkehr AG (2.851 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), die Rail Cargo Group (1.498 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und die ÖBB Infrastruktur AG (18.551 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) . Die ÖBB Infrastruktur AG erhielt das BGF-Gütesiegel bereits zum vierten Mal wieder verliehen.

Bei einer Podiumsdiskussion betonten noch die BGF-Verantwortliche im international agierenden Feuerfestkonzern RHI, Mag. Andrea Freundl, und IfGP-Geschäftsführerin Mag. Beate Atzler die große Bedeutung von Betrieblicher Gesundheitsförderung. BGF sei heute für Unternehmen, die auf sich halten und gute Nachwuchskräfte rekrutieren wollen, unumgänglich. Atzler: „BGF muss heute ein integrierter Managementansatz sein, quasi in die Struktur eines Unternehmens integriert. Die Geschäftsführung muss das mittragen und es muss auch von den richtigen, geeigneten Personen transportiert werden, um glaubhaft rüberzukommen. Man kommt in Zukunft einfach ohne BGF nicht mehr aus“.